
| Table of Content |
| Stats |
| Skills |
| Skill Ascension |
| Related Items |
| Gallery |
| Sounds |
| Quotes |
| Stories |
Stats
| Lv | HP | Atk | Def | CritRate% | CritDMG% | Bonus CritDMG% | Materials | Total Materials |
| 1 | 1001 | 26.81 | 61.03 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20 | 2597 | 69.55 | 158.3 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 20+ | 3455 | 92.54 | 210.63 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40 | 5170 | 138.47 | 315.17 | 5.0% | 50.0% | 0% | ||
| 40+ | 5779 | 154.8 | 352.35 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 50 | 6649 | 178.1 | 405.38 | 5.0% | 50.0% | 9.6% | ||
| 50+ | 7462 | 199.88 | 454.95 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 60 | 8341 | 223.42 | 508.53 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 60+ | 8951 | 239.76 | 545.71 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 70 | 9838 | 263.51 | 599.78 | 5.0% | 50.0% | 19.2% | ||
| 70+ | 10448 | 279.85 | 636.96 | 5.0% | 50.0% | 28.8% | ||
| 80 | 11345 | 303.87 | 691.64 | 5.0% | 50.0% | 28.8% | ||
| 80+ | 11954 | 320.2 | 728.82 | 5.0% | 50.0% | 38.4% | ||
| 90 | 12858 | 344.42 | 783.93 | 5.0% | 50.0% | 38.4% | ||
| 90+ | 12858 | 344.42 | 783.93 | 5.0% | 50.0% | 38.4% | ||
| 100 | 13772 | 421.91 | 839.64 | 5.0% | 50.0% | 38.4% |
Skills
Active Skils
![]() | Favonius-Speerkunst – Eidbruch | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Führt bis zu 5 Angriffe hintereinander aus. Verbraucht eine gewisse Menge Ausdauer und führt einen Angriff nach vorne aus. Schlägt beim Fallen aus der Luft auf den Boden, greift alle Gegner in der Bahn an und verursacht beim Aufkommen Flächenschaden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() | Unerwarteter Schachzug | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sucht nach der Schwachstelle des Gegners und wechselt in den Zustand · Lohen kann aktiv · Andere Truppenmitglieder in der Nähe können Nach max. dreimaliger Anwendung von „Rittertum? Ha, das ist in der Tat ein hervorragender Köder. Solange der Gegner noch davon träumt, in einem fairen Kampf zu siegen, ahnt er nicht, welche ‚Überraschung‘ auf ihn wartet.“ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | Verhängte Strafe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Führt schnell hintereinander mehrere Hiebe nach vorne aus, verbraucht sämtlichen „Schon alles verraten? Schade, ich dachte, wir hätten gerade erst angefangen!“ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Passive Skills
![]() | Flüchtiges Interesse |
| Verleiht Lohen nach dem Anwenden der Elementarfähigkeit Verlängert, wenn beim Anwenden der Elementarfähigkeit die Fähigkeitsstufe eines Standardangriffs, einer Elementarfähigkeit oder Spezialfähigkeit eines anderen Truppenmitglieds nicht niedriger als die von Lohens Elementarfähigkeit ist, die Wirkungsdauer von dieser „Guten Laune“ zusätzlich um 6 s. „Gute Laune“ kann nur einmal alle 18 s erhalten werden. |
![]() | Zurechtweisung des Verbotenen |
| Sammelt, wenn im Zustand |
![]() | Meisterwerk des Schauspiels |
| Erhöht im Zustand |
![]() | Geschenk der Hexennacht – Unheilbarer Stich |
| Wandelt Lohen nach dem Abschluss von Erhöht, wenn Gegner mit der besonderen Elementarfähigkeit |
Constellations
![]() | Winde der Vergangenheit, erfüllt von Trauergesängen |
| Erhöht die Obergrenze von Lohens Erhöht im Zustand |
![]() | Alles, was fliegt, ist eine Zielscheibe |
| Verleiht Lohen, nachdem er im Zustand |
![]() | Nur die Klinge kann diese Wunde heilen |
| Erhöht die Stufe der Elementarfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Liebe leuchtet wie Licht, und vergeht wie ein fröhliches Lied |
| Erhöht, wenn Lohen im Zustand Wenn Lohen außerdem in den Zustand · nicht voll ist: Stellt Lohen 15 Punkte Elementarenergie wieder her. · voll ist: Stellt Lohen in den nächsten 15 s nach dem Anwenden der Spezialfähigkeit |
![]() | Uneinsehbar, unbestreitbar |
| Erhöht die Stufe der Spezialfähigkeit Höchststufe 15. |
![]() | Körper vergehen, Seelen verschwinden – nur die Freude bleibt |
| Verbraucht beim Treffen von Gegnern mit der besonderen Elementarfähigkeit Erhöht zudem den kritischen Schaden aller oben genannten Schadensarten um 175 % sowie die maximale Anwendungsanzahl von |
Skill Ascension
Gallery
Sounds
Quotes
Audio Language:
| Title | VoiceOver |
| Schön, dich kennenzulernen ... | |
| Gespräch – Stellvertretender Truppenführer | |
| Gespräch – Wohin der Wind zurückkehrt | |
| Gespräch – Zwischenmenschliche Beziehungen | |
| Wenn es regnet ... | |
| Es hat aufgehört zu regnen ... | |
| Wenn es blitzt ... | |
| Wenn es schneit ... | |
| Wenn es windig ist ... | |
| In der Wüste ... | |
| Guten Morgen. | |
| Guten Tag. | |
| Guten Abend ... | |
| Gute Nacht ... | |
| Über Lohen selbst – Schmerzen auskosten | |
| Über Lohen – Stärke und Ausreden | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über uns – Kampfstil | |
| Über uns – Worin die Pflicht besteht | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Über das „Göttliche Auge“ ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Willst du mir etwas mitteilen? | |
| Interessante Vorkommnisse ... | |
| Über Varka – Arzneimittelresistenz | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Varka – Pflichten des Großmeisters | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Jean ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Kaeya ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Amber ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Diluc ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Noelle ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Eula ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Albedo ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Klee ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Über Mika ... | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Lohen erfahren – I | |
| Ich will mehr über Lohen erfahren – II | * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Ich will mehr über Lohen erfahren III | * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Ich will mehr über Lohen erfahren – IV | * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Ich will mehr über Lohen erfahren – V | * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| Lohens Hobbys ... | |
| Lohens Sorgen ... | |
| Was er so mag ... | |
| Was er nicht mag ... | |
| Geschenk erhalten I | |
| Geschenk erhalten II | |
| Geschenk erhalten III | |
| Dein Geburtstag ... | |
| Gedanken über den Aufstieg – Beginn | * Ab Aufstiegsstufe 1 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Fortschritt | * Ab Aufstiegsstufe 2 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Höhepunkt | * Ab Aufstiegsstufe 4 verfügbar |
| Gedanken über den Aufstieg – Ende | * Ab Aufstiegsstufe 6 verfügbar |
| Elementarfähigkeit I | |
| Elementarfähigkeit II | |
| Elementarfähigkeit III | |
| Elementarfähigkeit IV | |
| Elementarfähigkeit V | |
| Elementarfähigkeit VI | |
| Spezialfähigkeit I | |
| Spezialfähigkeit II | |
| Spezialfähigkeit III | |
| Truhe öffnen I | |
| Truhe öffnen II | |
| Truhe öffnen III | |
| Niedrige LP I | |
| Niedrige LP II | |
| Niedrige LP III | |
| Verbündeter hat niedrige LP I | |
| Verbündeter hat niedrige LP II | |
| Ohnmächtig I | |
| Ohnmächtig II | |
| Ohnmächtig III | |
| Leichten Treffer erlitten I | |
| Leichten Treffer erlitten II | |
| Schweren Treffer erlitten I | |
| Schweren Treffer erlitten II | |
| Truppenbeitritt I | |
| Truppenbeitritt II | |
| Truppenbeitritt III |
Stories
| Title | Text |
| Figurendetails | Fast zur selben Zeit, als die Expeditionstruppe ihre Heimreise antrat, brachten Barden die Geschichten der Helden zurück in die Taverne. Neben den bekannten Namen wie Varka wurde auch der Titel „Offizier zur Frontunterdrückung“ durch bemerkenswerte Erfolge und eine sehr hohe Teilnahmequote an Kämpfen in den Blickpunkt der Menschen gerückt. Warum war die Fernkampfeinheit mit der größten Angriffsreichweite stets an vorderster Front aktiv und startete als Erste den Nahkampfangriff? Warum wird eine Truppe, die Bögen, Armbrüste und Musketen verwendet, von einem jungen Ritter mit Lanze angeführt? Was ungewöhnlich ist, wirft Fragen auf, und Fragen führen oft zu Diskussionen. Einige schimpften wütend: „Wenn man aus nächster Nähe schießt, soll das etwa wirkungslos sein? Sind Bogen, Armbrust und Muskete wirklich so unpraktisch?“ Einige waren der Meinung, dass Bogenschützen schon immer die Fähigsten und Elitekrieger gewesen seien. Die Besten unter ihnen an den gefährlichsten Frontlinien einzusetzen, sei daher die richtige Wahl. Doch was alle Debatten beendete, war die Einschätzung, die die Barden von Augenzeugen gehört hatten: „Er ist der schärfste Pfeil der Truppe, der jede feindliche Linie durchbricht.“ „Er ist der festeste Schutz der Truppe, der jeden Angriff abwehren kann ...“ Allerdings lassen die Barden oft absichtlich den zweiten Teil der Aussage der Ritter weg, weil er so gar nicht legendär klingt und viel zu nüchtern ist: „Eigentlich denke ich, dass Vize-Truppenführer Lohen es so einfach nur effizienter findet ...“ Ja, seine Geschichte ist nicht so ruhmreich und farbenfroh wie in Ritterromanen und auch nicht so legendär und voller Wendungen wie die Heldentaten. Speere, Pfeile aus dem Hinterhalt, Fallen, Gift, Überraschungsangriffe, Infiltration ... Er diskutierte nie darüber, ob Waffen oder Taktiken überlegen waren, und kümmerte sich nicht darum, ob der Kampf oder die Handlung selbst mit Ehre, Schande, Gewinn oder Verlust zu tun hatte. Alle Methoden hatten zwar ihre Vor- und Nachteile im Umgang, doch die Freude, die sie brachten, konnte weder mit dem „Sieg“ selbst noch mit dem Erleben des „Überlebens“ selbst verglichen werden. Nur der Letzte, der noch stand, hatte die Berechtigung, über die Bedeutung des Sieges nachzudenken. Nur der Letzte, der noch Schmerz empfinden konnte, hatte die Berechtigung, über das Überleben zu sprechen. Kampf, Sieg, Überleben ... und dann begann alles von vorn ... Das ist Lohens Geschichte, Lohens Leben ... |
| Figurenhintergrund 1 | In Lohens Erinnerung war sein erstes Spielzeug ein kleiner, biegsamer Bogen. Sein ernster Vater wählte das beste Tannenholz für den Bogenkörper aus, die sorgfältige Mutter schnitt das Leder zu, rieb es immer wieder und drehte es zur Sehne. Auch wenn es nur ein Spielzeug war, fertigten Vater und Mutter es dennoch nach den üblichen Verfahren zur Herstellung von Bögen und mit größter Sorgfalt an. Doch Lohens Vater brachte ihm nicht bei, wie man den Bogen spannte und einen Pfeil auflegte, wie der kleine Lohen es sich vorgestellt hatte. Das Einzige, was der kleine Lohen tun durfte, war, die Bewegungen seiner Eltern nachzuahmen: Er lernte, die Bogenteile zu überprüfen, er lernte, die lackierte Oberfläche mit Öl zu pflegen, er lernte, die Bogensehne zu wachsen. Tag für Tag, immer und immer wieder. „Lohen, unsere Vorfahren sagten einst: ‚Der Bogen ist ein Gegenstand, der Beständigkeit erfordert. Unsere Familie lebt seit Generationen vom Bogenbau, also müssen wir auch wie ein Bogen leben und in allem, was wir tun, absolute Beständigkeit wahren.‘“ Während des täglichen Morgengebets wiederholten Lohens Vater und Mutter immer wieder diese Worte. Ein geregelter Tagesablauf, gewissenhaftes Arbeiten und ein ruhiges Leben. Über zwanzig Jahre lang hatten sie so gelebt, bevor Lohen geboren wurde. Und auch in den zehn Jahren nach seiner Geburt und später hatte sich nichts daran geändert. Von den ersten Lalllauten bis zur geschickten Pflege von Pfeil und Bogen – Lohen erkannte mit Schrecken, dass er bereits den Verlauf seines ganzen Lebens voraussehen konnte. Vielleicht würde sein Leben in einem ereignislosen, vorherbestimmten Alltag dahinschwinden, bis zu dem Tag, an dem er zu alt wäre, um die Risse in der Holzmaserung noch zu erkennen. Aber ... Pfeile mögen zwar sicher im Lager aufbewahrt werden können, doch sie gehören nicht dorthin. Genau wie sein ungebundener Charakter nicht für ein ruhiges Leben bestimmt ist. Der kleine Lohen polierte die Pfeilspitze noch einmal und blickte in die dunkelroten Pupillen, die sich im Spiegelbild verbargen. Sie wartete nur auf den Moment, in dem sie von der Sehne sprang ... Und dieser Moment war nicht mehr fern. An einem ganz gewöhnlichen Tag saß Lohen wie immer auf dem Güterwagen und begleitete seinen Vater nach Mondstadt, um eine Bestellung auszuliefern. Aber dieses Mal verlief die Reise nicht friedlich – eine Gruppe fähiger, maskierter Banditen hatte es auf ihre Waren abgesehen. Sein Vater stopfte Lohen hastig unter die Ladeplane und befahl ihm, still zu bleiben und keinen Mucks von sich zu geben. Er selbst schrie laut auf, in der Hoffnung, die Räuber wegzulocken oder Hilfe vom Ritterorden herbeizurufen, der womöglich in der Nähe war. Dabei war der Güterwagen voll mit starken Bögen und kräftigen Pfeilen, die sogar massive Felsen durchbohren konnten ... Dabei hatte sein Vater durch die jahrelange Erprobung von Pfeil und Bogen längst die Fertigkeiten eines erstklassigen Bogenschützen erlangt ... Offensichtlich versuchte die Gruppe von Banditen, Vater absichtlich oder unabsichtlich vom Güterwagen wegzutreiben ... Doch die lange Gewohnheit an ein ruhiges Leben ließ seinen Vater in seiner Panik völlig vergessen, misstrauisch zu sein, und auch die Möglichkeit, sich mit Gewalt zu wehren, kam ihm nicht in den Sinn. Draußen vor dem Wagen wurde es allmählich still, und bald darauf wurde die Plane zurückgeschlagen – doch es war weder der Vater, der die Banditen abgeschüttelt hatte, noch ein Ritter, der zur Rettung herbeigeeilt war, sondern eine Gruppe schwarz gekleideter Gestalten mit Masken. Ohne ein Wort zu verlieren, verschleppten sie Lohen. Wie sehr er sich auch wehrte oder zu entkommen versuchte – gegen diese eisernen Hände war jeder Widerstand vergeblich. Damals wusste Lohen noch nicht, in wessen Intrige er verwickelt worden war. Er wusste auch nicht, wohin man ihn gebracht hatte. In der verschlossenen Zelle saß der kleine Lohen schweigend da und dachte: Wenn Vater seinen Bogen hätte nutzen können, um sich gegen die Banditen zu wehren, dann hätten diese Leute keine Chance gehabt. Wenn ich nur etwas aufmerksamer gewesen wäre, hätte ich mich vielleicht verstecken können, bevor sie zuschlugen. Das Weinen der Kinder in den anderen Zellen, die wie er entführt worden waren, wurde immer lauter. Lohen nutzt einen unbeobachteten Moment und versteckt eine kleine Pfeilspitze, die er vom Karren mitgenommen hat, in seinem Ärmel ... Vielleicht hat der Anemo-Archon die Hilferufe der Kinder gehört, oder vielleicht hat etwas in den unsichtbaren Weiten Lohens Sehnsucht nach Stärke erhört. Auf dem Weg, als die Schurken hastig ihr Lager verlegten, erschienen endlich die Vollstrecker der Gerechtigkeit. Der Anführer trug ein Panzerhemd und hielt einen Kurzbogen, mühelos besiegte er alle Schurken. Ob er Gefangene zum Verhör zurücklassen oder das Kind nicht verletzen wollte, er kämpfte nur mit stumpfen Pfeilen ohne Spitze. Doch die enorme Kraft dieses Mannes ließ selbst diese stumpfen Pfeile ihre volle Wirkung entfalten. Jedes Mal, wenn die Bogensehne vibrierte, folgte ein dumpfer Aufprall eines zu Boden gehenden Körpers. Die Pfeile, die durch die Luft schossen, waren so scharf und leuchtend, dass der kleine Lohen seinen Blick lange nicht abwenden konnte. Er hielt sogar in seiner Bewegung inne. Erst als Adorno den Gefangenenwagen öffnete und Lohen ansah, kam er wieder zu sich. „Vielleicht ... wenn ich so stark wie diese Pfeile wäre, hätte ich das Seil schon längst durchtrennt. Dann hätte ich auch nicht so lange Theodores Gejammer ertragen müssen ...“ Dieser Gedanke schlug in dem kleinen Lohen tiefe Wurzeln. Adorno jedoch sah etwas ganz anderes: Unter den weinenden Kindern wirkte der Junge, der eigentlich vor Angst hätte zittern müssen, völlig fehl am Platz – sein Gesicht war eiskalt. An seinem Handgelenk hatte die Pfeilspitze einen kaum wahrnehmbaren Riss in den ursprünglich festen Knoten geschnitten. „Was für ein außergewöhnliches Kind ... Das sollte ich wohl besser im Auge behalten ...“ * Ab Freundschaftsstufe 2 verfügbar |
| Figurenhintergrund 2 | Seit Lohens Rettung beschützte ihn seine Familie noch mehr. Sie hatten große Angst, ihr Kind noch einmal zu verlieren. Aber ein gespannter Pfeil kann nicht mehr zu einem verstaubten Alltag zurückkehren. In einer mondhellen Nacht kletterte er, während seine Eltern schliefen, heimlich aus dem Fenster. Mit ihm verschwanden in der Dunkelheit ein selbstgemachter Kurzbogen, ein kurzer Dolch zum Schnitzen und einige fehlerhafte Pfeile, die nicht zum Verkauf geeignet waren. Vielleicht war es pures Glück, vielleicht war er auch einfach für den Kampf geboren. Als er zurückkam, hatte er bereits zwei Hilichurl-Pfeilspitzen als Beute in seiner Tasche. Von da an schlich er immer öfter nachts aus dem Haus. Erst einmal pro Woche, dann alle drei Tage, bis er schließlich jede Nacht unterwegs war. Seine Ziele wurden immer stärker, seine Beute immer wertvoller: zerbrochene Masken, unheilvolle Schriftrollen, Mitachurl-Hörner ... Mit der Zeit begann unter den Abenteurern ein mysteriöses Gerücht zu kursieren: Um Mitternacht herum würde in der Gegend von Dornmannshaven ein schmächtiger Bogenschütze auftauchen. Er würde wie der Wind in die Monsterhorden hineinstürmen und seine Pfeile präzise in die Brust jedes einzelnen Gegners jagen. Unzählige Siege bedeuteten unzählige Gefahren. Und unzählige Gefahren führten zu unzähligen Momenten, in denen das Herz wie eine tosende Welle wild pochte. Zugleich begann eine Frage in seinem Herzen leise aufzukeimen: Wenn er heute erneut auf diese Verbrecher träfe, wäre der Ausgang ein anderer? War er immer noch das kleine Kind, das nur auf die Rettung anderer warten konnte? Selbst nachdem er unzählige Gefahren überstanden und unzählige Ziele durchbohrt hatte, wuchs dieser Zweifel in seinem Herzen nur weiter und gärte unaufhaltsam vor sich hin, ohne dass sich jemals von selbst eine Antwort finden würde. Es sei denn, er schafft es, dieses ursprüngliche Ziel selbst zu durchbrechen. ... Als Lohen schließlich seine Abenteurerkluft anzog und seinen Eltern die Wahrheit sagte, waren sie zuerst ungläubig und dann wütend. Erst als Präsident Cyrus sich mit geschwollener Brust dafür verbürgte, dass nur Lohen die Monster fertigmachen würde und nicht umgekehrt, akzeptierten seine Eltern widerwillig die vollendeten Tatsachen. ... Vielleicht hatten sie damals nicht erkannt, dass Lohen bereits die Fähigkeiten eines Spitzen-Abenteurers besaß, sondern wussten nur, dass Lohen nicht mehr brav „gehorchen“ würde. Trotzdem machten sie sich weiter Sorgen. Über Jahre hinweg versuchten sie immer wieder, Lohen von seinen Abenteuern abzubringen. Sie kontaktierten sogar Adorno, den alten Ritter, der Lohen einst aus einer gefährlichen Lage gerettet hatte, in der Hoffnung, dass er Lohen zur Vernunft bringen könne. „Ein Pfeil auf der Sehne kann nicht mehr zurückgenommen werden. Ich bin mir sicher, dass ihr als Bogenmacher dies versteht.“ Adorno schien Lohens Entscheidung schon vorausgeahnt zu haben. „... Aber wir haben noch Zeit, für den Pfeil, der gleich abgeschossen wird, die richtige Richtung zu finden ... Das ist mein Rat als Bogenschütze.“ Adorno wurde gebeten, als Vermittler mit Lohen zu reden. Lohens Eltern wussten nicht, worüber die beiden sprachen, doch in den folgenden Monaten wurde Lohen deutlich ruhiger ... Er bereitete sich angeblich auf eine Prüfung vor. Ein paar Monate später tauchte Lohen plötzlich bei der Ritterprüfung auf und gewann mit überwältigender Stärke den ersten Platz. Seine Methoden waren zwar umstritten, aber am Ende trat er erfolgreich dem Ritterorden bei. Das ging wohl in Ordnung. Zumindest bot der Ritterorden eine feste Stelle sowie Kameraden, die ihm den Rücken freihielten. Das war immer noch besser, als allein als Abenteurer unterwegs zu sein. Zumal Lohen vor ein paar Monaten sogar anfing, die Missionen der Gilde als zu langweilig zu empfinden, und gerade darüber nachdachte, Mondstadt zu verlassen, um gefährlichere Ziele zu suchen. Lohens Eltern trösteten einander. Doch was Adorno an jenem Tag alles gesagt hatte, damit Lohen auf die Idee kam, dem Ritterorden beizutreten, darüber wurden sie immer unsicherer. ... „... Junge, wir haben den Drahtzieher hinter den damaligen Entführungen ermittelt.“ Lohen, der einem weiteren Überredungsversuch eigentlich gleichgültig gegenüberstand, blickte scharf auf: „Wer war es?“ „Der Ordo Favonius wird bald eine Ankündigung veröffentlichen, aber du brauchst nicht an Rache zu denken.“ Adorno erzählte ruhig: „Die Person ist bereits tot.“ Nach langem Schweigen meldet sich Lohen wieder zu Wort: „Durch wessen Hand ist er gestorben?“ „Selbstmord.“ „So jemand bringt sich nicht einfach um. Du weißt, was ich wirklich fragen will: Wer hat ihn in die ausweglose Lage getrieben?“ „Unser Großmeister, Ritter des Nordwinds, die lebende Legende von Mondstadt ...“ Adorno lächelte sanft. „... Reicht das als neues Ziel für dich?“ * Ab Freundschaftsstufe 3 verfügbar |
| Figurenhintergrund 3 | Varka war seine „Nachahmer“ schon gewohnt. Unzählige leidenschaftliche Jungen träumten davon, dem großen Helden nachzueifern. Darunter befanden sich auch immer wieder ein paar Unruhestifter, die blind an ihre eigenen Fähigkeiten glaubten und entsprechend handelten. Aber einen „Nachahmer“ wie Lohen – so jemanden sah Varka wirklich zum ersten Mal. Frühere „Nachahmer“ griffen höchstens überraschend an, um ihre Stärke zu beweisen. Aber Lohens erster Auftritt war anders – er schreckte vor nichts zurück. Pfeile aus dem Hinterhalt, Rauch, Fallen und sogar Tränke, die Monster im Nu betäuben können ... All diese Tricks waren unglaublich raffiniert und wirkten, als kämen sie von einem kampferprobten Veteranen. Und irgendwie erinnerten sie auch ein bisschen an die Überreste von Erochs Anhängern. „Nicht schlecht, Kleiner. Du hast was drauf! Aber ... diese kleinen Tricks funktionieren bei mir nicht!“ Fast im selben Moment hatte Varka den „Grünschnabel“ vor ihm fest in Schach. „Ein Kind, das bei einer Entführung ruhig bleibt und vielleicht sogar aus eigener Kraft die Flucht schafft.“ „Unter Abenteurern als kleiner Bogenschütze bekannt, der in der Gegend um Dornmannshaven präzise und ohne Gnade zuschlägt.“ „Der junge Hitzkopf, der kurz nach seinem Beitritt zur Truppe überall damit begann, die Überreste von Eroch auszulöschen.“ Er hatte schon bei Adorno viele interessante Geschichten über Lohen gehört und beschloss daher, dieses Schauspiel noch ein wenig weiterlaufen zu lassen, um den Jungen auf die Probe zu stellen. Welchen Blick würde dieser unerfahrene Junge wohl unter dem Druck dieser beiden gewaltigen Schwerter, die selbst eine Schar von Dämonen verstummen lassen könnten, zeigen? Bewunderung? Panik? Oder ...? Varka starrte Lohen fest in die Augen – diese kalten Augen wurden immer schärfer. Varka schien Freude darin zu erkennen ... und er schien auch sich selbst zu sehen, den, der es liebte, Stärkere herauszufordern und Ruhm zu gewinnen. Ein vielversprechendes Talent, aber es sind noch harte Arbeit und etwas Schmerz vonnöten, um ihn zu formen. Also packte Varka den wagemutigen Neuling und beschloss, ihn für ein paar Tage in Arrest zu stecken: „Wenn du nicht damit einverstanden bist, kannst du es jederzeit wieder versuchen. Ich freue mich auf deine Reaktion.“ „Dann freu dich schon mal darauf.“ Bevor Lohen weggesperrt wurde, zuckte er lächelnd mit den Schultern. Am Tag nach Ende des Arrests kam Lohen mit einer Flasche von Varkas Lieblingswein vorbei und behauptete, er wolle sich entschuldigen. „Oh? Du hast ja einen guten Geschmack – und du hast sogar meinen Lieblings-Löwenzahnschnaps ausgewählt. Dann nehme ich ihn mal ohne Umschweife an.“ Kaum hatte der bittere, scharfe Wein seine Kehle benetzt, spürte der Großmeister einen leichten Schwindel und ein seltsames Gefühl. Dann erinnerte er sich an das, was Adorno nach Lohens Verhaftung zu ihm gesagt hatte: „Ehrlich gesagt, ich würde dir nicht empfehlen, ihn als dein früheres Ich zu betrachten oder als irgendeinen anderen Jungen aus Mondstadt, der dich bewundert. Ja, Lohen respektiert deine Stärke auch sehr, aber ich schätze, dass er mehr darüber nachdenkt, wie er dich herausfordern kann.“ „Wenn ich mich nicht irre, denkt er wahrscheinlich: ‚Es muss super spannend sein, den mächtigen Varka herauszufordern. Selbst wenn ich verliere, kein Problem – dann liege ich halt ein paar Tage im Bett.‘ Was Ruhm angeht ... das ist ihm vermutlich egal.“ Nur durch seine robuste Konstitution und Willenskraft gelang es Varka, unter Lohens verblüfftem Blick seine wankende Haltung zu stabilisieren. „... Unglaublich, nach meiner Schätzung hätte diese Dosis ausgereicht, um zehn Waldschweine umzuhauen ...“ „Junge, ich hab’s dir doch gesagt, solche Spielchen funktionieren bei mir nicht!“ Von diesem Moment an hatte Lohen ein völlig neues Verständnis des Wortes „Kraft“: Es war eine Stärke, die keine Falle und kein Gift erschüttern konnte, ein Fundament, das sich nach unzähligen Erfahrungen zwischen Leben und Tod gebildet hatte. Seit diesem Tag standen zwei neue Ziele auf Lohens Liste: Erstens: Mit allen Mitteln versuchen, Varka zu besiegen. Zweitens: All diese Mittel auf sich selbst anwenden und dafür sorgen, selbst nicht zu Boden zu gehen. * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Figurenhintergrund 4 | Der Ordo Favonius ist eine Organisation mit langer Geschichte, die unzählige Helden, aber auch viele Tragödien und Schmerzen gesehen hat. Zahllose legendäre Geschichten und Lehren haben den Rittern eines gezeigt ... Wenn das Handeln vom Weg des Rittertums abweicht, folgt ein Unglück. Aus diesem Grund gab es innerhalb des Ritterordens Stimmen, die Lohens Position als stellvertretender Truppenführer der fünften Truppe infrage stellten. Zweifellos konnte ein „Verrückter“, der ständig Ärger machte, es darauf abgesehen hatte, den Großmeister zu überfallen, im Kampf gerne Gift und Fallen einsetzte, in den Augen vieler auf keinen Fall irgendetwas Positives mit dem „Weg des Rittertums“ zu tun haben. Natürlich kümmerte sich Lohen selbst nicht um diese Gerüchte. „Ich weiß, dass es dir egal ist, was andere denken. Aber dir ist auch klar, dass eine Expedition keine Aufgabe ist, die man im Alleingang bewältigen kann. Ganz offensichtlich wird es Probleme mit deinem Antrag, an der Expedition teilzunehmen, geben, wenn niemand bereit ist, auf deiner Seite zu stehen.“ An dieser Stelle hielt Adorno inne, als ob er sich sorgte, dass Lohen mit einem solchen Problem nicht umgehen könnte, oder als ob er befürchtete, dass dieser die Situation noch verschlimmern könnte. Seit Varka angekündigt hatte, eine noch nie dagewesene große Expedition zu starten, konnte Lohen es kaum erwarten, loszuziehen. Ein fernes Schlachtfeld, unbekannte Gefahren – für ihn war das interessanter als jedes Spielzeug der Welt. Doch seine Bewerbung war alles andere als reibungslos verlaufen. Die Auswahllisten wurden mehrmals durchgegeben, doch sein Name war niemals aufgetaucht. Adorno wusste, dass keine Prüfung auf dem Schlachtfeld Lohen in Schwierigkeiten bringen konnte. Das Problem lag außerhalb des Schlachtfelds. Doch diesmal war Lohen überraschend gelassen: „Na gut, wenn ein unkonventioneller Ritter nicht an der Prüfung teilnehmen darf – dann werde ich eben Prüfer, oder?“ ... „Aus taktischer Sicht ist das eine gute Idee. Nebenbei die Ritter ihre eigenen Schwächen erkennen lassen, damit nicht immer wieder jemand überlegt, den Ritterorden zu reformieren ... Schließlich können wir nicht erwarten, dass sich jeder Gegner brav an die Ritterlichkeit hält.“ Während Varka die spezielle „Anfrage“ durchging, die Lohen diesmal eingereicht hatte, dachte er darüber nach. Der Bericht listete eine Menge „Prüfungsaufgaben“ auf. Neben nächtlichen Überfällen, Fallen und Vergiftungen, an die Varka längst gewöhnt war, führte er auch neue und kreative „Prüfungsmethoden“ wie Überraschungsangriffe in Verkleidung oder die vorsätzliche Sabotage der Versorgungsgüter vor einer Übung ein. Am Ende des Berichts hatte Lohen sogar ein berühmtes Zitat eingefügt, das Varka sich beinahe an seinem Wein verschlucken ließ: „Wenn die Ritter des Ordo Favonius sich nicht einmal selbst schützen können, wie sollen sie dann Mondstadt beschützen?“ – Aus der Nacht des Angriffs auf den ehemaligen Großmeister. ... Die Fehler, die man in jungen Jahren begeht, überfallen einen immer wieder in unerwarteter Form. Nachdem Varka seine Gefühle etwas geordnet hatte, traf er eine Entscheidung und setzte ein Häkchen bei diesem Antrag. Ein ungewöhnlicher Ritter erfordert eine ungewöhnliche „Prüfung“. Egal, ob für die Ritter der Expedition ... oder für Lohen selbst. * Ab Freundschaftsstufe 5 verfügbar |
| Figurenhintergrund 5 | Als wahrscheinlichster Nachfolger des „Gütigen Ritters“ war Lohen wohl auch die Person im Ordo Favonius, die am wenigsten wie ein „Gütiger Ritter“ wirkte. Der gewöhnlichen Vorstellung der Menschen nach sollte der „Gütige Ritter“ in Not geratenen Menschen beistehen und sie aus brenzligen Situationen retten. Doch Lohen suchte lieber aktiv nach Gefahren und brachte dabei gelegentlich andere in Schwierigkeiten – natürlich traf es meist seine Gegner, und natürlich mussten es nicht unbedingt Menschen sein. Doch Lohens „Hobbys“ waren nicht völlig nutzlos. Zumindest bei speziellen Einsätzen und hochriskanten Aufträgen schnitt er weitaus besser ab, als viele erwarteten. Angesichts dessen wurden ihm ganz natürlich viele vertrauliche Aufträge der Expeditionstruppe zur spontanen Ausführung übertragen. Eine davon war eine geheime Mission der aktuellen Leiterin des „Nördlichen Informantennetzwerks“. Laut Informationsanalyse war in Nod-Krai gerade ein geheimes Auktionshaus aktiv, das die chaotische Lage ausnutzte. Dort wurde Schmuggel betrieben und gefährliche Waren wurden verkauft. Ihr Vorgehen war äußerst vorsichtig, wahrscheinlich hatten sie mächtige Hintermänner. Wenn sie sie ausschalten, könnten sie das Vertrauen des Nördlichen Informantennetzwerks gewinnen. „Wir zweifeln keineswegs an der Kampfkraft der Ritter, aber in Gebieten, in denen die Ritterlichkeit keine Rolle spielt, ist Kampfkraft nicht gleichbedeutend mit Stärke.“ Um die Bedenken des „Nördlichen Informantennetzwerks“ auszuräumen, erstellte die Expeditionstruppe einen äußerst sicheren Plan: Lohen sollte heimlich einzelne Personen festnehmen und ihnen Zeitpunkt und Ort der Auktion entlocken. Danach würden durch Beschattung, Überwachung und schrittweise Überprüfung die relevanten Personen ausfindig gemacht, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Egal, wie man es betrachtet, dieser Auftrag hätte perfekt für Lohen sein müssen. Einzelinfiltrierung, präzise Festnahme, direkter Zugriff aufs Ziel – anspruchsvoll genug und diskret genug. Nur schade, dass Nannina einen Punkt übersehen hatte: Für Lohen bedeutete ein zu diskreter Plan oft auch, dass er nicht gründlich genug war. Vor ihrer Abreise überbrachte Nannina Kardinal Seamus’ Worte: „Konzentriere dich auf deinen Auftrag und verursache keine zusätzlichen Komplikationen.“ Darauf antwortete Lohen kurz und bündig: „Verstanden, keine Sorge.“ Und er hatte es offensichtlich wirklich verstanden. Zumindest seinem eigenen Verständnis nach hatte dieser Auftrag von Anfang bis Ende nur einen Schwerpunkt – dem „Nördlichen Informantennetzwerk“ die Stärke des Ordo Favonius zu demonstrieren. ... Einige Tage später, Mondstadt, im Büro des Großmeisters des Ritterordens. Nachdem die Stellvertretende Großmeisterin Jean den von der Expeditionstruppe zurückgeschickten Einsatzbericht gelesen hatte, verfasste sie einen Antwortbrief an Varka. „Was die Aktion im Zusammenhang mit der ‚Untergrundauktion‘ betrifft, so bin ich über den gesamten Sachverhalt informiert.“ „Lohens Reaktionsfähigkeit vor Ort war einmal mehr effizient und entschlossen. Es ist ihm erfolgreich gelungen, alle Teilnehmer am Veranstaltungsort unter Kontrolle zu halten und zu verhindern, dass der Kampf auf Nasha übergreift. Am Ende gab es keine zivilen Opfer. Allein vom Ergebnis her betrachtet kann man das durchaus als Schutz der Bevölkerung und als Akt der Nächstenliebe bezeichnen.“ „Von seiner Leistung ausgehend stimme ich deiner Einschätzung zu: Er besitzt die Berechtigung, Adornos Erbe anzutreten. Auch sein Handeln war ausgewogen ... bis zu dem Punkt, als er in das feindliche Hauptquartier eindrang.“ „Aber, mit Verlaub gesagt – mitten in der feindlichen Basis aufzutauchen, aktiv einen Kampf anzuzetteln, im Alleingang auszubrechen und sogar die Beute aufzuhängen, um mit der eigenen Stärke zu prahlen ... Das ist absolut nicht die Vorgehensweise des Ordo Favonius.“ „Wenn du Zeit hast, erkläre das bitte unbedingt den zuständigen Personen des Nördlichen Informantennetzwerks.“ * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |
| „Pseudo-integrierter Kommunikationsaufzeichnungsapparat“ | Der „integrierte Vermessungsapparat“, den Mika immer bei sich trug, war stets äußerst ordentlich. Darin waren nicht nur detaillierte Gelände, wichtige Orte und reguläre Marschrouten verzeichnet, sondern gelegentlich auch Spuren von Monster-Aktivitäten und Vermutungen über Gefahrenzonen. Informationen sind die Grundlage für jeden Marsch. Doch manche Ritter interessierten sich nicht nur für die Informationen, sondern auch für den Apparat selbst. Zum Beispiel Lohen. „So ein komplizierter Apparat, und du kannst ihn so gut bedienen?“ Nachdem Lohen routinemäßig die Feindverteilung abgefragt hatte, sprach er plötzlich ein Lob aus: „Wirklich beeindruckend.“ Als Mika so plötzlich ein solches Lob von diesem gleichaltrigen Kollegen erhielt, dessen Ruf sich in vielerlei Hinsicht so sehr von seinem eigenen unterschied, war er nicht nur verwirrt, sondern auch ein wenig erfreut. Lohen stellte voller Interesse Fragen, und Mika sprach nur selten mit anderen Rittern, die keine Techniker waren, über seinen Vermessungsapparat, sodass sie sich seltsam vertraut miteinander unterhielten. „Hmm, mit so einem effektiven System kennst du bestimmt viele Gebiete, in denen sich Gegner versammeln, oder?“ „Übrigens, wie wartest du dein System normalerweise? Gibt es Ersatzteile zum Wechseln?“ ... Vielleicht ist dieser „berühmte“ jüngere Kollege ja gar nicht so schlimm, wie alle behaupten? Mika beantwortete alle Fragen begeistert und ausführlich, während Lohen mit zusammengekniffenen Augen nickte und still die Dinge notierte, die er wissen wollte, während er den Rest verwarf. Nach einigen Malen bemerkte Mika allmählich, dass die Gebiete, nach denen Lohen besonders detailliert gefragt hatte, wenige Tage später stets deutlich ruhiger wurden. Wenn man Lohens häufige neue Verletzungen mit seinen vielen kurzen Abwesenheiten in Verbindung brachte, ließ sich das Ganze kaum noch als Zufall erklären. Mika kam schnell zu einem beunruhigenden Schluss – seine Kartierungsergebnisse wurden von Lohen auf eine äußerst gefährliche Weise effizient genutzt. Aus Vorsicht begann Mika, auf den Karten, die er Lohen gab, einige Orte mit Monstern wegzulassen, die nichts mit der Mission zu tun hatten. Und wenn Lohen nachfragte, wurde er immer verlegener. „Äh ... die Details habe ich alle gemeldet!“ „Hör ... Hör lieber auf die Befehle des Großmeisters!“ Doch als Mika auswich, bohrte Lohen nicht weiter nach, lächelte nur vielsagend, wobei sein Blick beiläufig auf den Vermessungsapparat, den Mika fest an seine Brust drückte, fiel. Seitdem passte Mika noch besser auf seinen Vermessungsapparat auf. Vor dem Verlassen seines Platzes prüfte er, ob das Heft sicher verstaut war; bei der Übergabe von Unterlagen zählte er die Seiten immer wieder durch. Manchmal drehte er sich sogar nach ein paar Schritten um, als hätte er Angst, jemand könnte hinter ihm auf das Heft abgesehen haben. Doch selbst das beeinträchtigte Lohens Vorgehen kaum. Es war, als wüsste er die Informationen, die Mika verbergen wollte, längst alle ... Fast wie Zauberei. Mika konnte sich das einfach nicht erklären – bis zu einem Lagerfeuerabend der Expeditionstruppe. Ekbert rief lautstark, er wolle einen neu gelernten Zauber aus Fontaine vorführen, um die Stimmung anzuheizen. Doch er hatte zu viel getrunken und verriet aus Versehen den Trick. Er wollte einen großen Zaubertrick namens „Himmel und Erde vertauschen“ vorführen, doch legte versehentlich zwei nahezu identische Karten zu früh vor den Augen des Publikums offen. Das Prinzip des Zaubertricks war eigentlich ganz einfach: Man tauscht heimlich die vom Publikum gewählte echte Karte gegen eine getarnte falsche Karte aus. Dann lenkt man die Aufmerksamkeit des Publikums mit der falschen Karte ab und manipuliert in diesem winzigen Zeitfenster die echte Karte. Schade nur, dass das Ende kam, bevor es überhaupt richtig losgehen konnte. Während der Saal von Gelächter erfüllt war, musste Mika grundlos an eine Frage denken, die Lohen ihm vor langer Zeit gestellt hatte. „Übrigens, wie wartest du dein System normalerweise? Gibt es Ersatzteile zum Wechseln?“ In diesem Moment wurden ihm plötzlich einige Details aus der Vergangenheit klar: der mysteriöse Rückgang an Ersatzteilen im Lager, die Buchseiten, die sich gelegentlich aufgrund von Störungen nicht öffnen ließen ... Es wird doch wohl niemand kurz nach dem Kennenlernen schon überlegt haben, wie man seine Kollegen reinlegen kann, oder? Es wird doch wohl niemanden geben, der vordergründig freundlich und neugierig tut, aber hinterrücks irgendwelche finsteren Pläne ausheckt, oder? Es wird doch wohl niemanden geben, der in dem Moment, in dem man kurz wegschaut, das Original mit einem „Pseudo-Vermessungsapparat“ austauscht, die Informationen kopiert und es dann dreist wieder zurücklegt, oder? Während Mika darüber nachdachte, spürte er plötzlich einen scharfen Blick – als wäre er ein Vogel, auf den ein Jäger zielte. Er hob ruckartig den Kopf, doch sah nur Lohen, wie er in der Menge mitlachte, ohne jemanden anzuschauen. Das Lachen klang herzlich, ja sogar aufrichtig ... genau wie bei ihrem ersten enthusiastischen Gespräch, nicht aufgesetzt. * Ab Freundschaftsstufe 4 verfügbar |
| Göttliches Auge | Wie er „die Kraft eines Truppenführers“ erlangen konnte, darüber hatte Lohen sich schon lange Gedanken gemacht. Ohne Zweifel sollte ein Truppenführer die Stärke besitzen, mächtigen Monstern direkt gegenüberzutreten, und er sollte auch in der Lage sein, große Heere von Feinden, die wie eine Flut heranströmen, im Alleingang zu besiegen. Sowohl zerstörerisch als auch ausdauernd – dies galt für Varka und anscheinend auch für einen gewissen jüngsten Truppenführer in der Geschichte des Ordo Favonius. Aber für die fünfte Truppe, die Fernkampfwaffen anwandte, schienen Zerstörungskraft und Ausdauer voller Widersprüche zu sein. Um eine hohe Zerstörungskraft zu erreichen, brauchte man einen kraftvollen Bogen mit hoher Zugkraft sowie schwerere, große Pfeile mit besserer Durchschlagskraft. Doch selbst er konnte nur wenige schwere Pfeile mit sich tragen. Sobald die Pfeile aufgebraucht waren, musste er sich schnell in die zweite Reihe zurückziehen, um sich zu erholen und Nachschub zu holen. Die Auswirkungen dieser Kampfweise auf die anhaltende Kampffähigkeit waren offensichtlich. Außerdem mochte Lohen es gar nicht, die Front zu verlassen und sich in die zweite Linie zurückzuziehen. Schließlich war es der Kampf an vorderster Front, direkt gegen die Gegner, den er sich wünschte. Gab es einen Weg, der beide Wünsche erfüllte? Der junge Ritter verfiel ins Nachsinnen. „Vielleicht ... gibt es doch einen Weg?“ Zufällig bemerkte Lohen die Ritter, die gerade mit den Vorbereitungen für die Paradeübung beschäftigt waren. Neben ihnen glänzten Bündel von Zeremonienspeeren wie riesige Pfeile, die darauf warteten, transportiert zu werden. „Vielleicht kann ich einen Pfeil finden, der nach dem Abschuss immer wieder verwendet werden kann?“ „Oder einen, der gar nicht abgeschossen werden muss?“ „Schließlich könnte ein Nahkampf noch mehr Schaden anrichten. Und der ‚Schmerz‘ wäre wahrscheinlich auch größer.“ ... Über zehn Tage später fand die routinemäßige Übung des Ritterordens wie geplant statt. Doch diesmal gab es einen kleinen Unterschied – in der Formation der Fernkampftruppe tauchte ein Speer auf. Dieser Speer stürmte so schnell voran, dass sein Besitzer in eine dichte Umzingelung geriet. „Großmeister, bist du dir sicher, dass du ihn immer noch zum stellvertretenden Truppenführer der fünften Truppe ernennen willst?“, fragte Kardinal Seamus, der die Übung aus der Ferne beobachtete. „Hmm, ja, siehst du nicht, wie gut Lohen und die anderen Mitglieder der Fernkampftruppe zusammenarbeiten?“ „Ehrlich gesagt habe ich keine Zusammenarbeit gesehen. Ich habe nur eine extrem auffällige lebende Zielscheibe gesehen. Alle Gegner und unsere Fernkampf-Einheit haben ihr Feuer auf diese Zielscheibe konzentriert.“ „Haha! Kein Problem, siehst du, die Angriffe der Fernkampftruppe sind eindeutig effektiver geworden! Und bis jetzt ist Lohen noch nicht zusammengebrochen, das heißt, diese Taktik ist recht gut!“ „Was soll daran gut sein?“, wollte Seamus laut widersprechen, doch ihre Kampferfolge waren einfach zu beeindruckend. ... An diesem Tag bekam jeder, was er sich wünschte – oder besser gesagt, jeder erhielt etwas. Die fünfte Truppe erhielt einen stellvertretenden Truppenführer, die Expeditionstruppe einen „Offizier zur Frontunterdrückung“, der vielbeschäftigte Seamus einen Tag „Sonderurlaub wegen Kopfschmerzen“ und Varka einen „Seamus-Witz“, den man beim Trinken erzählen kann. Und was Lohen anging, so erhielt er ab diesem Tag eine neue Art, zu kämpfen und zu leben, sowie ... eine Glasperle, die ihm beim Erfüllen seiner Aufträge von Nutzen sein konnte. * Ab Freundschaftsstufe 6 verfügbar |




















20 responses to “Lohen”
PULLING! pulling! PULLING PULLING!!!! I need Lohen! I’m pulling! I have 18 pulls farmed for him. Though I spent 48 pulling Durin who I didn’t get. So I’m also garunteed him bcs I pulled Diluc on Zibai banner! So, I should behittingpity soon!
This guy went from one of best character to one of worst character.
Why we should spend our pulls for someone who worse than Skirk, a 1 year old unit and upcoming Sandrone, who is also a cyro dps?
This whole beta is a disappointment, I will never pull any Mondstadt character ever again, Lesson learned.
aw
I mean, no one forces you to pull any unit in the game
is he still gonna be on standard? seems a bit too good to be relegated to that banner… but anyways, he seems pretty promising! 4 piece springs leich (the hexerei set) with bennett xiangling and sucrose as a good f2p team! wasn’t gonna pull for him but he seems pretty interesting
nope, not standard
i love him i don’t wanna wait until anniversary to get him for free…
*monkey paw curls*
isn’t he already better than varka just due to melt lol?
would
i hope they’ll change these huge ass % requirements for subdps
Nothing “huge” here. Even if he uses his signature weapon, he only needs 40k damage from subdps, even Xiangling can easily achieve that, let alone Durin.
Nah, nothing “huge” here. Even if he uses his signature weapon, he only needs 40000 damage from subdps, even Xiangling could easily achieve that number, let alone Durin.
since it has to be done off-field, I wonder how many can trigger moratorium on questioning. Guess it’ll have to be melt damage.
there’s a specific pyro witch dragon who can do it
That burst animation has Wanderer energy.
He’s got a crazy Burst animation for someone who’s gonna be in the Standard banner
with those states I doubt he’ll be in standard banner at all.